Rekristallisationsverfahren
Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Euroelast
Rekristallisationsverfahren
Das Rekristallisationsverfahren zur Mauerwerkstrockenlegung funktioniert auf dem frei gelegten Mauerwerk vollkommen eigenständig. Bereits mit dem ersten Auftrag der mineralischen Wirkkomponenten beginnt der Sanierungsprozess automatisch – ganz ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Durch das Feuchtigkeitsgefälle in den betroffenen Wandbereichen wandern die aktiven Substanzen gezielt in das Innere des Mauerwerks. Dort setzen sie eine mikrokristalline Reaktion in Gang, bei der sich feine Kristallstrukturen ausbilden. Diese Kristalle verschließen die erweiterten Kapillaren, sind wasserunlöslich und binden die vorhandene Feuchtigkeit durch die chemische Reaktion dauerhaft im Bauwerksgefüge.
Gleichzeitig wird die Druckfestigkeit des Mauerwerks schonend erhöht – ohne abrupte Materialveränderungen. Haarrisse und Poren werden aufgefüllt, das zuvor durchlässige Mauerwerk verdichtet sich und trocknet aus.
Besonders praktisch: Das Verfahren reaktiviert sich selbst. Sobald erneut Feuchtigkeit eindringt – etwa durch steigenden Grundwasserspiegel, Starkregen oder Schichtenwasser – setzt der Kristallisationsprozess automatisch wieder ein. Da das Wirkstoffdepot mineralisch und alterungsbeständig ist, bleibt es langfristig aktiv und zuverlässig.
Das Verfahren stellt die neuste Entwicklung der Bauwerksabdichtung dar und ist nach der Wissenschaftlich-Technischen-Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung (WTA) zertifiziert. Außerdem ist das System Radondicht.
Rekristallisationsprozess – Wirkmechanismus im Überblick
Die wichtigste Eigenschaft von EUROKRISTALL® für dauerhaft trockene Wände ist die besondere Fähigkeit seiner Wirkkristalle, aktiv und zusammen mit den Wassermolekülen eine wasserunlösliche, dem Gestein ähnliche Gefügestrukur auszubilden.
Kristallisationskern
Zunächst ordnen sich die gelösten Wirkstoffe in stoffspezifischen Formen an einen Kristallisationskern an.
Kristallwachstum
Auf die anfängliche Mikrokristallbildung folgt dann das weitere Mikrokristallwachstum. Ein Mikrokristallgefüge entsteht.
Vernetzung
Das Mikrokristallgefüge vernetzt sich zusätzlich mit dem umliegenden Mauerwerk.
Reaktionsschluss
Die Mikrokristallisation ist unterbrochen, sobald die Wand verdichtet, das Wasser gebunden und verdrängt ist.
Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Euroelast
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Rekristallisationsverfahren – Ablauf und Schichtsystem
Für eine dauerhafte Abdichtung und zuverlässige Trocknung des Mauerwerks wird zunächst die freigelegte und gereinigte Wand mit einer speziellen Wirkstofflösung behandelt. Die offenporige Struktur ermöglicht es den mineralischen Substanzen, sich über ein natürliches Feuchtigkeitsgefälle tief in das Mauerwerk zu verteilen.
In den folgenden rund 14-28 Tagen setzt ein selbstständiger Kristallisationsprozess ein: Die Wirkstoffe verdichten die Kapillarstruktur, stabilisieren das Mauergefüge und sorgen für eine nachhaltige Austrocknung. Sobald die Wand trocken und gefestigt ist, wird sie mit einer Grundierung und Schutzbeschichtung versehen.
Ab diesem Zeitpunkt ist der Raum geruchsfrei, trocken und sofort nutzbar. Ob Putz, Farbe, Fliesen oder andere Wandgestaltungen – alles ist möglich. Auch das Bohren von Dübellöchern oder das Einbringen von Granitsplit als Haftgrund in die Beschichtung ist problemlos umsetzbar.
Schichtaufbau im Überblick
Tiefengrund Hochkonzentrierte, wasserbasierte Grundierung zur Vorbereitung des Untergrunds.
Depotlage I Erste Funktionsschicht: zementäre Schlämme mit kristallbildenden Wirkstoffen.
Depotlage II Zweite Funktionsschicht: feinkörnige Spachtelmasse mit kristalliner Wirkung.
Grundierung Spezialgrundierung zur Haftvermittlung für die Endbeschichtung.
Schutzbeschichtung Farbige Endschicht mit Schutzfunktion – der Raum ist bereits am nächsten Tag voll nutzbar.
Vor Ort beraten, unverbindlich kalkulieren – Ihre Lösung aus einer Hand.
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Westenfelderstr. 76
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